Teenager Schwangerschaften
Obwohl Kinder heute oftmals viel offener erzogen werden als früher, und obwohl man davon ausgehen sollte, das die sexuelle Aufklärung in der heutigen Zeit, anders als früher, detaillierter und früher erfolgt, steigt die Anzahl der Schwangerschaften bei Teenagern seit Jahren kontinuierlich an. Als Konsequenz daraus lassen aber auch immer mehr Teenager bereits in sehr jungen Jahren eine Abtreibung durchführen.
Aber nicht nur eine unzureichende Aufklärung, beispielsweise über den korrekten Gebrauch von Verhütungsmitteln, ist für diese Entwicklung verantwortlich. Auch die immer früher einsetzende Pubertät und damit Erlangung der Geschlechtsreife, verstärkt diesen Trend.
Aus diesem Grund ist es besonders wichtig sein Kind rechtzeitig aufzuklären. Fällt ihnen dieser Schritt schwer, suchen Sie sich Unterstützung. Mittlerweile gibt es zahlreiche Bücher auf dem Markt, die sich mit dem „wie“ und dem „wann“ der Aufklärung von Kindern auseinandersetzen. Aber auch Beratungsstellen wie beispielsweise Pro Familia helfen Ihnen bei Fragen gerne weiter.
Aufklärung im Zeitalter von AIDS
Eine rechtzeitige und umfassende Aufklärung ihrer Kinder ist nicht nur notwendig, wenn es um die Verhinderung von Schwangerschaften geht. Auch der Schutz vor Geschlechtskrankheiten oder der Immunschwächekrankheit AIDS muss Bestandteil einer jeden Aufklärung sein! Ganz besonders in Zeiten, in denen die Anzahl der HIV Infizierten wieder ansteigt.
Verhütungsmittel wie beispielsweise die Pille helfen zwar dabei eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern, vor Krankheiten, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können, schützt sie jedoch nicht. Nur der korrekte Gebrauch von Kondomen kann bei der Übertragung schützen. Aus diesem Grund ist auch hier eine rechtzeitige und umfassende Aufklärung, für Jungen und für Mädchen gleichermaßen, von großer Bedeutung. Beratungsstellen wie beispielsweise die Deutsche Aidshilfe e.V. stehen Ihnen bei Fragen zum Thema AIDS Prävention zur Verfügung.
Aufklärungsunterricht
Auch wenn sicherlich viele Eltern die rechtzeitige Aufklärung ihrer Kinder sehr ernst nehmen, so existieren trotz Aufklärung bei vielen Jugendlichen gravierende Wissenslücken rund um die Themen Verhütung, Schwangerschaft und AIDS Prävention. Andere Teenager wiederum erfahren in ihrem Elternhaus keinerlei Aufklärung. Die Schule ist dann häufig der einzige Ort, an dem diese Informationsmissstände beseitigt werden können. Aber auch hier läuft der Aufklärungsunterricht in vielen Fällen alles andere als vorbildlich.
Der Biologieunterricht dient zumeist als Forum, um das notwendige Wissen zu vermitteln. Allerdings beschränkt sich der Informationsfluss hier häufig auf die puren biologischen Fakten. Alltagstaugliche Informationen, wie beispielsweise der richtige Einsatz einzelner Verhütungsmittel, finden selten den Weg zu den Schülern. Aus diesem Grund sollten Eltern sich keinesfalls auf den in Schulen praktizierten Aufklärungsunterricht verlassen, wenn es darum geht, ihrem Kind eine alltagstaugliche Aufklärung zukommen zu lassen.



