Teenager und ihr Handy
Während vor einigen Jahren der Besitz eines Mobiltelefons noch keine Selbstverständlichkeit war, besitzt heutzutage nahezu jeder Teenager ein eigenes Hand. Und sollte dies noch nicht der Fall sein, so ist der Wunsch eines zu bekommen, wie die Studie Bravo Jugend Faktor 4 aufzeigen konnte, sehr gross. Viele Eltern stimmen dem Kauf eines Handys nicht nur auf Drängen des Kindes zu, sondern in vielen Fällen auch, um die Sicherheit des Kindes zu gewährleisten. Im Notfall kann immer zu Hause angerufen werden, und auch umgekehrt können Eltern bei Verspätung ihres Kindes ihre Sorgen durch einen einzigen Anruf beim Kind beseitigen.
BRAVO Faktor Jugend 4, S. 30, 2001
Kostenfalle Handy
Das anfangs als nützlich eingestufte Handy wird im Zeitalter von SMS, Klingeltonpaketen, herunterladbaren Spielen und Logos in der Hand von vielen Teenagern jedoch schnell zur Kostenfalle. Ist das Guthaben unbegrenzt, verlieren viele Teenager schnell den Überblick über die entstandenen Kosten. Ein böses Erwachen mit Erhalt der Telefonrechnung ist dann meist vorprogrammiert. Überschuldete Teenager aufgrund hoher Mobilfunkrechnungen sind heute keine Ausnahme mehr. Aber auf welche Mittel können Eltern zurückgreifen um die Handykosten des Kindes zu reduzieren?
Warum braucht mein Kind ein Handy?
Bevor Sie dem Kauf eines Handys zustimmen, ganz gleich ob es sich dabei um ein Handy mit einem Telefonguthaben handelt oder nicht, sollten Sie zusammen mit ihrem Kind erörtern, aus welchem Grund das Telefon angeschafft wird. In vielen Fällen verfolgen Eltern durch die Anschaffung eines Handys andere Ziele als ihre Kinder. Rufen nur die Eltern an, oder darf man selber nur die Eltern anrufen ist dies natürlich schnell „uncool“. Anrufe bei Freunden oder auch das Versenden von SMS Mitteilungen sollte aus diesem Grund nicht kategorisch verboten werden. Verbalisieren Sie jedoch klar, dass es hier Grenzen gibt.
Klingeltöne und Co.
Sprechen Sie mit ihrem Kind auch über Dienste, wie Klingelton- und Logoanbieter. Natürlich wäre es schön, wenn ihr Kind gar kein Interesse an diesen Diensten äußern würde, aber da es in der Schule und der Werbung zu einer permanenten Konfrontation mit diesen Anbietern kommt, lässt sich die Auseinandersetzung mit dieser Thematik oftmals nicht vermeiden. Daher unser Tipp: Besser ihr Kind lädt sich kontrolliert 1 oder 2 Klingeltöne herunter, als dies gänzlich ohne ihr Wissen zu tun.
Was mein Kind wissen sollte
Klären Sie ihr Kind von Anfang an über Kostenfallen beim Gebrauch eines Handys auf. Beispielsweise sollte ihr Kind niemals auf unbekannte Rückrufaufforderungen, egal ob diese auf der Mailbox zu finden sind, oder per SMS versendet wurden, reagieren. Auch der Anruf von 0190- bzw. 0900-Nummern sind häufig mit hohen Kosten verbunden.
Teenager Tarife
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Da Teenager für die Mobilfunkanbieter eine besonders kaufkräftige Kundschaft sind, bieten einige Mobilfunkanbieter in der letzten Zeit Tarife an, die speziell für Teenager entwickelt wurden, die aber auch den Eltern entgegenkommen. Beispielsweise lassen sich auf der CombiCard Teens von T-Mobile teure Handynummern und Klingeltondownloads sperren. Auf diese Weise lassen sich versteckte Kostenfallen umgehen. |
Prepaid-Karten
Egal ob Sie für die Mobilfunkkosten ihres Kindes aufkommen, oder ob sich ihr Kind das Handy vom Taschengeld finanziert, so genannte Prepaid-Karten ermöglichen eine genaue Kostenkontrolle. Das Prinzip dieser Karten ist schnell erklärt. Eine Prepaid-Karte ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine im Voraus bezahlte Telefonkarten, deren Guthaben einfach abtelefoniert werden kann. Es wird also in Wirklichkeit nur das bezahlt, was auch vertelefoniert wird. Eine Grundgebühr muss nicht entrichtet werden. Wenn die Karte leer ist, kann eine neue Karte gekauft, und das Guthaben durch Eingabe eines Codes aktiviert werden.
Wo ist der Vorteil einer Prepaid-Karte?
Zwar sind Anrufe mit Prepaid-Karten in der Regel ein wenig teurer, als es bei Anrufen mit Vertragshandys der Fall ist, dafür lernt ihr Kind jedoch den verantwortungsvollen Umgang mit seinem Handy. Ist das Guthaben, das für den Monat eingeplant war aufgebraucht, muss das telefonieren mit dem Handy für den Rest des Monats ausfallen. So lernt ihr Kind zwangsläufig abzuschätzen wen es wann anruft. Und das Praktische ist, auch wenn die Karte ihres Kindes leer ist und nicht direkt wieder aufgeladen wird, können Sie ihr Kind dennoch auf seinem Handy erreichen.





